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[Quest] Sohn des Sandes

21

Mittwoch, 9. August 2017, 16:14

(Amun)

"Nein, diese Leute hier haben keine Freunde im Königshaus. Sie sprachen von Idealen, von einem anderen Herrschaftssystem. Diese Männer hier sind weitaus gefährlicher für das Haus des Meleks als jeder andere innere Feind. Sie wollen nicht den Thron - sie wollen ihn gänzlich beseitigen." mutmaßte Amun. Sollte sich seine Theorie bestätigen, dann kämpften die meisten dieser Männer nicht für Geld oder Huren. Sie kämpften für etwas tieferes und das machte sie zu gefährlichen Gegnern.
Er stimmte ihrem Vorschlag zu und gemeinsam passten sie tatsächlich einen Mann ab, der auf seiner roten Jacke einige Anhänger trug. Sofort griff er zu seinem Dolch, doch Amun legte ihm seinerseits eine kurze Klinge an den Hals und legte einen Finger auf die Lippen. Dann drückten sie ihn in einen leeren Raum und schlossen die Tür ab.
"Ihr seid die Gefangenen. Wir hätten euch töten sollen." murmelte er und spie aus.
"Ganz ruhig, Herr Offizier. Wir sind nicht hier um euch zu schaden. Jedenfalls noch nicht." winkte Amun ab.
"Ich bin kein Offizier, sondern General. General Ayati."
"General? Von welcher Armee? Die lausigen 20 Männer die draußen auf dem Innenhof immer wieder die gleichen, langweiligen Standartübungen wiederholen?" lachte er und sah die Wut in den Augen des Generals aufblitzen.
"Ich mach nur Spaß, ich bin sogar ein wenig beeindruckt von euch. Ihr seid ziemlich klein und dafür sehr effizient. Ich vermute mindestens ihr und eure Offiziere haben tatsächlich eine gute, militärische Ausbildung genossen, jedenfalls in der taktischen Hinsicht. Kämpferisch lassen eure 20 Mann zu wünschen übrig."
"Wir sind 50 Mann." erwiderte Ayati knurrend.
"Danke für die erste Information." antworte Amun grinsend, nahm sich einen Stuhl, drehte ihn um und setzte sich auf ihn, während er die Arme über der Stuhllehne verschränkte.
"Nun kommen wir zum eigentlichen Punkt." Er zog die Karte der Kuro Oni heraus und reichte sie ihm. "Ihr wisst vermutlich nichts von uns, doch wir sind diejenigen, die euch wirklich zum Erfolg führen können."
"Ihr beide?"
"Ja, unteranderem aber unser Netzwerk ist groß. Von den schwarzen Sicheln habt ihr bestimmt gehört." Der General nickte überrascht.
"Die Assassinenorganisation, ja. Sie gehören auch zu euch?" fragte er.
"Nicht zu uns. Sie gehören uns quasi ganz. Es gibt noch andere Organisationen, die uns unterstützen und wir wollen eure Probeweise aufnehmen."
"Und was müssen wir dafür tun?" fragte der General misstrauisch.
"Anweisungen befolgen, was jedoch nur selten der Fall sein wird. Austausch von Informationen und Einigung auf gemeinsame Ziele." erklärte Amun fachmännisch. Er handelte zwar ohne Menorrs Erlaubnis, doch das Potential in dieser Gruppe war riesig. Und falls es doch nicht funktionierte hatte er noch den Wolkenspalter dabei.
"Ich werde das mit dem Offiziersstab besprechen und euch fristgerecht eine Antwort noch vor Ende des Abends geben." sagte der General nach einer Weile.
"Aber ihr seid der General?" fragte Amun erstaunt.
"Das ist richtig, doch nach unserer Vorstellung werden solche Entscheidungen zusammen gefällt und vollstreckt. Ich mag den Titel eines Generals tragen, doch ich bin jedem Menschen gleichgestellt." erklärte er und erhob sich. Die Anspannung hatte sich deutlich gelegt, er wirkte als wäre er in Gedanken schon Teil der Kuro Oni.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

22

Mittwoch, 9. August 2017, 18:25

(Zia)

Sie erreichten das Gasthaus und Al-Krayt führte sie hinein. Sie gingen gleich zur Theke, doch so wie es aussah hatte das Gasthaus einen neuen Inhaber, zumindest kannte Al-Krayt den Mann hinter der Theke nicht. Trotzdem fragte er nach Shouko. Der junge Mann lächelte. "Er kommt gleich wieder. Und ist der Couzi ausgegangen und er besorgt neuen. Sucht euch einen Tisch, es wird nicht lange dauern."
Als sie schließlich an einem der freien Tische saßen, hielt Zia es nicht länger aus. Den ganzen Weg über hatte sie sich Gedanken zu diesem Thema gemacht.
" Wir haben nie wirklich über die Zukunft gesprochen." Sagte und spielte ein wenig nervös mit ihren Fingern. "Ich meine, hast du schon mal überlegt, ob du... naja... vielleicht irgendwann eine Familie haben willst. Also mit Kindern und so." Zia zuckte leicht mit den Schultern, als wäre seine Antwort nicht so wichtig.

23

Freitag, 11. August 2017, 22:15

(Al-Krayt)

"Kinder? Familie?" fragte er irritiert und schreckte unwillkürlich zurück, als ihn die Erinnerungen seiner eigenen, schlechten Kindheit durchfluteten.
"Du...ich..." stammelte er wohl zum ersten Mal seit dem sie sich kannten und wurde leicht rot.
"Ich meine, willst du denn welche? Mit mir?" fragte er zaghaft als er wieder Worte gefunden hatte. Er hatte nie über Familie nachgedacht und er sah sich auch nicht in der Rolle eines Vaters, doch wenn er Zia ansah konnte er sich alles mit ihr vorstellen. Auch eine Familie zu gründen.


(Amun)

"Wir waren wohl überzeugend." sagte Amun, als sie ihr Quartier wieder erreicht hatten und die Nachricht der Roten Pfeile sie erreichte. Er überflog sie und reichte sie Thea.
"Wir sollten sie für unsere Zwecke einspannen, auch wenn sie dafür etwas im Gegenzug wollen werden. Wenn ich mich richtig erinnere besitzen sie nur veraltete Waffen. Wir sollten der Waffenkammer vielleicht einen Besuch abstatten und den Roten Pfeilen ein Geschenk machen." schlug er vor, auch wenn er selbst wusste, dass es ein riskanter Plan war.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

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Freitag, 11. August 2017, 22:38

(Thea)

"Es war zu erwarten, dass sie irgendwas im Gegenzug haben wollen, schließlich wollen sie davon profitieren, dass sie ein Teil der Kuro Oni sind. Und wenn sie von nun an wirklich auch für unsere Sache kämpfen, dann ist es auch in unserem Interesse, dass sie gut ausgerüstet sind." Thea legte ihren Waffengurt ab und öffnete ihre Stiefel. "Gib mir nur einen Moment, das war eine anstrengende Nacht in der ich kein Auge zu machen konnte. Wir sollten sie ein wenig warten lassen und wir sollten ausgeruht sein wenn wir wieder zu ihnen gehen. " Sie ließ sich auf das Bett fallen, verschränkte die Arme hinter ihrem Kopf auf dem Kissen und schloss die Augen. "Du solltest ebenfalls ein wenig schlafen." Sie wusste suchbohne die Augen zu öffnen, dass das nicht in Amuns Sinn stand, doch er würde es ihr später danken.

(Zia)

Zia sah ihn verlegen an und knetete weiter mit ihren Fingern. "Natürlich mit dir, mit wem sonst? Ja, naja. Vielleicht nicht jetzt sofort, aber ich würde schon gerne eine Familie haben und Kinder." Sie wusste, dass ihre Familie nicht gerade dafür bekannt war, besonders fürsorgliche Mütter hervorzubringen, doch Jeanny hatte ihr einmal von Emmea erzählt und das sie, Zia, ihr sehr ähnlich wäre. Emmea war eine wundervolle Mutter gewesen. "Es wäre ohnehin ein schlechter Zeitpunkt gerade, aber ich könnte es mir vorstellen, mit dir, du wärst ein wundervoller Vater."

Spoiler Spoiler

Wie alt ist Al-Krayt eigentlich? Ich finde er hat mal ein Charblatt verdient :P

25

Dienstag, 15. August 2017, 12:07

(Amun)

Er nickte, doch er dachte nicht daran zu schlafen. Stattdessen setzte er sich an einen kleinen Tisch und während Thea sich ausruhte tüftelte er über einem Stadtplan und einem Notizblock an einem Plan, wie sie möglichst effektiv eine der Waffenkammern ausräumen konnten. Am schnellsten und besten würde es funktionieren, wenn sie eine der Garnisonen ausräumten. Neben Schlafräumen und Gefängniszellen beherbergten diese auch Waffen sowie Proviant. Alles Dinge, die den Roten Pfeilen weiterhelfen würden und den Kuro Oni damit ihre Loyalität sicherten.


(Al-Krayt)

"Ich weiß nicht." murmelte er und sah verlegen zur Seite. Darüber hatte er sich nie Gedanken gemacht und ihre Worte überrollten ihn förmlich, doch wenn er länger darüber nachdachte, wusste er, dass sie bis zu einem gewissen Punkt Recht hatte. Es lag in der Natur jedes Menschen sich fortpflanzen zu wollen und wer wäre dafür besser geeignet als Zia? Doch auf der anderen Seite gab es viele Gründe die in der jetzigen Situation nicht zuließen und so seufzte er.
"Wie du schon sagtest. Es ist zur Zeit ein sehr schlechter Zeitpunkt. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt?"

Spoiler Spoiler

Al-Krayt ist so ca 25-30 Jahre alt. Irgendetwas dazwischen.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

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Dienstag, 15. August 2017, 13:07

(Zia)

Zia lächelte glücklich und griff nach Al-Krayts echter Hand. Das was er gesagt hatte genügte er völlig. Er war nicht abgeneigt Kinder mit ihr zu haben, oder hasste Kinder sogar. Sie würde das Thema erneut ansprechen, dann wenn sie ein wenig zur Ruhe gekommen waren. "Danke Al-Krayt." sagte sie und beugte sich vor um ihn zu küssen, als ein Mann an ihren Tisch trat.
"Na wen sehen meine Müden Augen den da?" gluckste der Mann, der wohl Al-Krayts Bekannter sein musste, von dem er ihr erzählt hatte.

(Thea)

Als Thea erwachte, hatte Amun bereits einen Plan ausgearbeitet. "Du weißt, dass das nicht gut ist was du da tust, oder? Selbst du musst mal ruhen." warf sie ihm vor, musste dann aber zugeben, dass der Plan gut war. "Heute Nacht ist die Übergabe, du willst das doch aber nicht noch zuvor durchziehen, oder?" fragte sie ihn skeptisch.

27

Mittwoch, 16. August 2017, 14:54

(Amun)

"Wer sagt denn, dass ich nicht schlafe? Du siehst es nur nie." erwiderte Amun grinsend und tippte auf den Plan.
"Nein, vor der Übergabe wäre das nur dumm. Sie würden die Wachmannschaften verstärken und eine Ausgangssperre verhängen, damit wäre die Übergabe hinfällig. Wir müssen uns erst um diese Aufgabe kümmern, bevor wir ihre Waffenkammer ausräumen." sagte er und klopfte sich dann auf den Magen.
"Ich habe Hunger. Lass uns etwas Kraft tanken, bevor wir die Vorbereitungen für heute Abend treffen."


(Al-Krayt)

"Shoku." lächelte Al-Krayt ungewöhnlich erfreut und erhob sich. Der alte Betreiber der Gaststätte lächelte ebenso strahlend und nahm Al-Krayt in die Arme.
"Wenn das nicht der kleine Krayt ist." lachte der Alte und klopfte Al-Krayt, der den alten um mindestens einen Kopf überragte, auf den Rücken.
"Und wer ist deine wunderschöne Begleiterin?" fragte er neugierig und reichte Zia die Hand.
"Sie ist...meine Gefährtin." erklärte Al-Krayt und setzte sich wieder, bevor er auf den Platz neben sich klopfte.
"Setz dich zu uns! Du hast bestimmt viel zu erzählen."
"Genauso wie ihr. Gebt mir einen Moment, ich bereite eine Kleinigkeit zur Feier des Tages zu und bin gleich wieder bei euch!" grinste Shoku und eilte davon. Al-Krayt schüttelte ungläubig den Kopf, doch er bekam das Lächeln nicht aus dem Gesicht.
"Es kommt mir so umreal und doch so vertraut hier vor. Verrückt." murmelte er und trank einen großen Schluck von seinem Wein.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

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Donnerstag, 17. August 2017, 06:04

(Thea)

"Na zumindest musst du genauso essen, wie jeder andere normale Mensch. Das beruhigt mich dann doch wieder ein wenig." zwinkerte sie ihm zu. Sie verließen den Unterschlupf und machten sich auf die Suche nach einer ordentlichen Gaststätte. Zwar gab es in dem Unterschlupf selbst auch genügend Vorräte, doch ihnen standen beiden nicht die Lust nach hartem Käse, gepökeltem Fleisch und trockenem Brot. Thea brauchte etwas warmes, frisches.
Das Wirtshaus in das sie schließlich einkehrten nannte sich "Zum silbernen Bart". Es war gepflegt und gut besucht, das war immer ein gutes Zeichen. Amun und Thea suchten sich einen Tisch im hinteren Teil von dem aus sie einen guten Blick über die Gäste des Wirtshauses hatten und im Ernstfall durch die Hintertüre verschwinden konnten, außerdem konnten sie hier ungestört sprechen, ohne Angst haben zu müssen, belauscht zu werden.
Thea wählte die Taubenbrust auf der Karte, die zusammen mit Molokhia serviert wurde. Vor jedem Gericht wurde Brot gereicht, eine Spezialität aus dem Süden. Ein dunkles, flaches Brot aus groben Vollkornmehl, das bis zum Verzehr in der heißen Sonne des Südens getrocknet wurde.
Es dauerte nicht lange, bis auch die Taubenbrust serviert wurde, die mit reichlich Kräutern verfeinert wurden war und, wie es ebenfalls in Süden üblich war, ziemlich scharf war.

(Zia)

Bei Al-Krayts Anblick, grinste Zia bis über beide Ohren. Am Liebsten hätte sie ihn geküsst und ihm gesagt, wie sehr sie ihn liebte. Er wirkte so glücklich hier. So glücklich wie sie ihn bisher nie in Gesellschaft anderer Menschen erlebt hatte. Außerdem hörte er ja fast gar nicht mehr auf zu reden, was noch ungewöhnlicher für ihn war. Zia griff über den Tisch nach seiner Hand und drückte sie. "Shoku scheint wirklich sehr nett zu sein. Ich mag ihn." Sie streichelte seinen Handrücken. "Wir können noch ein wenig hierbleiben, wenn du möchtest. Ich meine, auch nachdem du... diese... Sache... erledigt hast. Warst du schon einmal in Harrakash? Dort ist eine Begabte meiner Kaste stationiert. Sarah. Bei der Gelegenheit könnten wir ihr vielleicht einen Besuch abstatten. Ich stehe zwar in engem Briefkontakt mit ihr, aber ich würde mich dort gerne mal umsehen." Es gefiel ihr ganz und gar nicht, dass der Sklavenhandel in Harrakash immer noch florierte und die Arenakämpfe waren noch einmal schlimmer. Die Hilfe des Bundes indem sie dem Kalifen eine Heilerin stellten, sah sie mit gemischten Gefühlen. Einerseits konnten so viele Leben gerettet werden, anderseits verlängerte man das Leiden der Sklaven so vielleicht nur.

29

Freitag, 18. August 2017, 00:09

(Amun)

Sie aßen auf und ließen sich den speziellen Tee des Südens, den sogenannten Çaj, servieren, während sie über ihren Plänen brüteten. Amun pustete seinen Tee auf eine angenehme Temperatur und sah Thea an.
"Während des Treffens wirst du dich im Hintergrund und Unsichtbar halten. Du bist meine Versicherung, falls etwas schief laufen sollte. Der genaue Treffpunkt ist am Brunnen des Arbeiterviertels in einem kleinen Gasthaus, deshalb wird es schwierig für uns die Lage übersichtlich zu halten aber gleichzeitig auch schwer für sie abzuschätzen wie viele wir sind." sagte er.
"Heute Abend müssen unsere Sinne geschärft sein, irgendetwas gefällt mir nicht. Ich weiß nicht warum." murmelte er.


(Al-Krayt)

Er nickte düster, als sie Harrakesh ansprach. Er hatte selbst in sklavenähnlichen Zuständen gelebt und hasste daher die Art des Kalifs über seine Untertanen zu herrschen. Wenn er die Möglichkeit hätte würde er ihn stürzen und legte gleichzeitig dem Melek seine Untätigkeit als Schwäche aus. Shûns Einfluss war zwar groß, doch Avin lag zu weit weg, als dass es sich um Harrakeshs Belange kümmern würde, der Melek allerdings war quasi ein Nachbar des Kalifs und des kleineren Stadtstaates und hätte die Möglichkeit zu intervenieren.
"Besser nicht." murmelte Al-Krayt. In seinen verblendeten Zeiten hatte er jedoch für eben solche Menschen gekämpft, für die Oligarchen Tal'Rasans. Ihr Reichtum hatte sich größtenteils ebenfalls auf Sklaven gestützt. Er sah auf seinen metallischen Arm herab. Mit dem Verlust seines organischen Armes hatte er auch einen Teil seines Hasses und seiner finsteren Persönlichkeit verloren - oder besser begraben. Sein Blick wanderte zu Zia und wurde weicher. Sie war sein Licht und hatte ihn aus der Finsternis geholt.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

30

Freitag, 18. August 2017, 06:36

(Thea)

Thea nickte. Amun äußerste seine Befürchtungen nicht zum ersten Mal. Sie tranken ihren Tee und verließen das Wirtshaus dann wieder. Dabei ließ Thea ihren Blick ein letztes Mal über die Anwesenden schweifen. Ein Mann fiel ihr dabei besonders ins Auge. Er saß zusammen mit einer Frau und dem Wirt an einem Tisch, sie lachten und unterhielten sich, während sie aßen, das war nicht was ihr aufgefallen war, es war der metallene Arm des Mannes. Nur mit einer Begabung war es möglich einen Arm so beweglich zu machen, wie dieser es war. Er nutzte ihn zum essen, als wäre es sein echter Arm. Es gab wahrscheinlich nicht viele die solch ein Meisterwerk schaffen konnte und es war sicher fast unbezahlbar.
Thea stubste Amun an und deutete auf den Mann, doch erst also sie draußen waren, sprach sie ihn an.
"Meinst du, dass das ein Zufall ist? Sieht nicht so aus, als würden die beiden hier leben, die Frau ist weiß wie Schnee, sie kann nur aus dem Norden stammen und so wie sie sich mit dem Wirt unterhalten, der ein Freund zu sein scheint, waren sie lange nicht hier. Hast du seinen Arm gesehen. Kennst du jemand der zu solch einem Meisterwerk fähig ist? Es könnte genauso gut von unserem Doktor stammen, aber ich bi mir sicher, dass ich diesen Mann noch nie gesehen habe."

(Zia)

Sie waren nicht dazu gekommen das Thema weiter zu vertiefen, denn Shoku kam zurück an ihren Tisch und das nicht ohne ein wahres Buffet an Speisen. Die besten Speisen die er zu bieten hatte und vielen davon, bekam man nur hier im Süden. Taubenbrust, Lamm, dazu Reis und dieses merkwürdige Gemüse, dass sie hier Molokhia nannten und das Zia bisher noch niergendwo anders gesehen hatte. Natürlich hatte Zia auch Samen dieser Pflanze längst in ihre Finger bekommen und kannte ihre Eigenschaften, doch konnte sie noch immer nicht verstehen, wie man diese mir dem dunklen Brot essen konnte, denn dann zog dieses Gemüse Fäden und bekam eine schleimige Kosistenz. Als Beilage zu dem reis, mochte Zia es allerdings gerne.
Shoku erzählte ihnen von seinem Leben als Wirt und was einem dabei alles passierte. Zia und Al-Krayt lachten mehr als nur einmal und die Zeit verging wie in Flug.
"Jetzt haben wir so viel von mir erzählt, dass ich noch gar nciht weiß, was euch beide hierher treibt." Die Frage war vor allem an Al-Krayt gerichtet. Zia schob ihren Teller bei Seite, sie war mehr als satt und die fröhliche Stimmung war plötzlich verflogen. Sie konnte nicht einschätzen, wieviel Shoku wusste und was Al-Krayt ihm wohl anvertrauen würde.

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