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 Sayet

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Samstag, 30. Mai 2015, 21:04

weit ab der Turms am Weltenende - Nordtor, Ruinen einer ehemaligen Zwergenfestung

(Gharvin)

"Gute Schmiede und Steinhauer lebten hier", stellte Gharvin anerkennend fest und strich mit den Fingern über die filigranen Gravuren in den Wänden hinweg. Es schien eine Sprache zu sein, die dort eingemeißelt war. Gharvin sah sich um, das meiste hier bestand nur aus Trümmern und Felsbrocken. "Was ist stark genug alle diese Gebäude einzureißen? Und warum?" Natürlich kannten sie alle die Geschichten vom Untergang und Wiederaufleben der Kulturen, doch nur wenig war überhaupt davon bekannt. Das meiste entsprang der Fantasie.
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." Marx

42

Samstag, 30. Mai 2015, 21:16

(Rolof)

Mit seinen wulstigen Fingern strich Rolof sich durch den langen Bart. Er kannte die Legenden über die vergangenen Tage. Vereinzelte Schneeflocken segelten vom Himmel herab und blieben auf seiner Glatze liegen, wo sie schmolzen. „So wie ich dich kenne, hast du doch bestimmt Vermutungen, Gharvin“, grummelte der Soldat. „Waren wohl kleingewachsene Burschen“.
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

[info]Die Zwerge Seite 21, Prolog[/info]

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43

Samstag, 30. Mai 2015, 21:49

(Gharvin)

"Sieht ganz so aus. Alles auf Knietiefe gezeichnet. Die Ruinen scheinen auch nicht zu großen Häusern gehört zu haben", stimmte er der Vermutung zu. "Ich denke es waren Kleinwüchsige, Ausgestoßene aus der Gesellschaft. Missgeburten, die keiner wollte und die die gleiche Drecksarbeit machten wie wir jetzt"
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44

Sonntag, 31. Mai 2015, 15:55

(Kaan)

"Ich werde schweigen, aber dafür müsst ihr beide mich mit eurer Aussage entlasten. Ansonsten setze ich mich mit einer Aussagenverweigerung ja wieder direkt auf den Präsentierteller. Wenn das für dich akzeptabel ist, dann haben wir eine Vereinbarung", meinte Kaan ruhig und streckte Maren seine Hand entgegen.
"Das ist unerhört! Ein Elb geht unter die Erde...und ein Zwerg wagt es nicht! Das würde mir ja ewig nachhängen!" (Gimli, Herr der Ringe)

45

Sonntag, 31. Mai 2015, 16:56

(Maren)

„Natürlich werden wir dich nicht belasten“, meinte Maren. „Dieser blöde Hundesohn Ramses hat gekriegt was er verdient hat.“ Der Bursche ging auf den deutlich älteren und größeren zu und schlug ein. Ein Sieg. Sein erster hier auf dem Turm. Ihm gefiel das Gefühl, dass sich in seinem Körper breit machte. „Dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag, werter Kaan“.
Euphorisiert verließ er den Raum. Was Elenia wohl dazu sagen würde? Er wollte sie nun aufsuchen und ihr mitteilen, was er geschafft hatte. Doch nicht bevor er eines klargestellt hatte: „Ramses hat nun seine Lektion gelernt und, ich denke, du auch. Aber hüte dich davor sie noch einmal aufzusuchen.“

(Rolof)

„Hehe. Missgeburten wie wir“, stimmte Rolof lachend zu. „Ich hab hunger.“ Er hatte viel zu lange nichts mehr gefressen und sein Magen wölbte sich schon nach innen. Er schulterte seine Streitaxt und setzte sich auf einen der Felsbrocken. Plötzlich wurde die Stille des Moments durch ein tiefes Dröhnen unterbrochen.
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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46

Sonntag, 31. Mai 2015, 17:18

(Gharvin)

"Was war das?!" Gharvin war aufgesprungen und sah sich um. Erneut erklang das Dröhnen und die Blicke beider Männer wanderten zu dem Brunnen auf dem großen Platz. Sie kannten das Geräusch eines Echos in hohlen Räumen. "Und was jetzt? Gehen wir nachsehen?" Sie sahen sich kurz unschlüssig an. "Ach scheiße auch, Rolof, dafür sind wir doch hier. Sehen wir nach und verdienen uns die Ehre des Hauptmanns." Er wölbte die Hände vor dem Mund. "Jargon, Hirnan, kommt her, wir müssen uns hier was ansehen!"
Die Männer kamen auf ihn zu. Sie hatten ihren Mienen nach zu schließen, nichts davon mitbekommen. "Los Leute, geht vor, wir holen noch schnell Fackeln aus den Sätteln"
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47

Sonntag, 31. Mai 2015, 17:25

(Rolof)

Sie beschleunigten ihre Schritte hin zu ihren Pferden. Die Tiere sahen verängstigt aus. Sie tapsten nervös von einem Huf auf den anderen. Rolof legte die Hand auf seinen Braunen und versuchte ihn zu beruhigen. Die Fackel aus dem Sattel nehmend wandte er sich Gharvin zu. Sie hielten mit ihrem Blick für eine Weile inne, dann deutete Rolof mit dem Kopf Richtung Brunnen. „Los Gharvin! Ich wette Jargon macht sich schon längst in die Hosen.“
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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Sonntag, 31. Mai 2015, 18:50

(Gharvin)

Er lachte schallend auf. Dann erstarrte er plötzlich, als etwas rundes aus dem Brunnen flog und direkt vor ihren Füßen landete. Es war Jargons Kopf, vom Hals weggerissen und mit schreckensstarren Augen. Gharvin spürte, wie etwas warmes an seinem Bein hinablief. Er starrte an sich heran, dann zu Rolof, der es nicht bemerkt hatte, sondern selbst noch auf den Kopf ihres Kameraden starrte. "Schieße.. Gut, dass er vorgegangen ist.. ", hauchte Gharvin zündete die Fackel an und warf sie in geübtem Bogen in den Brunnenschacht hinunter. Vielleicht hatte er Glück und das Vieh da unten verbrannte..
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49

Sonntag, 31. Mai 2015, 19:11

(Rolof)
„Hirnan! Komm raus hier!“, schrie Rolof nachdem er den ersten Schock überwunden hatte. Ihr Gefährte war wahrscheinlich längst ebenfalls bei den Göttern. „Wir bleiben hier!“, bellte er Gharvin zu, ohne ihn anzuschauen. Dann tat er es seinem Kameraden gleich und warf seine Fackel ebenfalls in den Brunnen.
Für einen Moment, der wie eine Ewigkeit schien, schein die Welt um Rolof herum zu erstarren. Sein Atem ging flach, eine Schneeflocke landete sanft auf der Spitze seiner breiten Nase. Dann drang ein Brüllen aus dem Schacht zu ihnen herauf, hervorgestoßen mit einer so ungestümen Kraft, als würde sie direkt aus den feurigen Abgründen der Unterwelt stammen.
Er neigte seinen Kopf und blickte Gharvin an. Er schien wie gelähmt. „Was sollen wir tun? Standhalten, oder fliehen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, begann Rolof seinen Oberkörper zu lockern und seine Muskeln auf den möglich bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Er ließ seine Streitaxt in einer liegenden imaginären Schlaufe kreisen und zog sein ellenlanges Hiebmesser aus dem Gürtel und hielt es mit der Klinge nach unten, zum Kampf bereit, allem entgegen, was auch immer aus dem Brunnen entfleuchen mochte.
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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Sonntag, 31. Mai 2015, 20:52

(Gharvin)

"Wir tun das, wofür wir bezahlt werden", knurrte Gharvin. Er überlegte, über den Telepathiestein ein Signal an Meisterin Taya zu schicken, doch was sollte er schon sagen?! Er musste mehr über das Ding da unten wissen. Er holte seinen Bogen vom Pferd und legte einen Pfeil an. Geduldig warteten sie, dann erklangen menschliche Schreie und Ihnen beiden war klar, von wem sie kamen. "Rolof. Wir fordern Verstärkung an." Gharvin schluckte und griff nach dem Telepathiestein. Im selben Moment sprang etwas aus dem Brunnen. Es ähnelte einem Frosch, hatte aber auch menschliche Formen. Die Zunge des Wesens schoss hervor und war bestimmt 10 Schritt lang. Sie umwickelte den Hals von Gharvins Pferd, das vor Schreck gewiehert hatte und riss den Kopf mit einem kräftigen Ruck ab, führte ihn in sein Maul und begann knackend darauf herumzukauen. Gharvin zitterte so sehr, dass er seinen Pfeil verschoss. Das Wesen reagierte sofort auf das Geräusch und fuhr seine Zunge in Gharvins Richtung aus, der mit gutem Reflex zur Seite sprang und geistesgegenwärtig genug war, einen Stein zu greifen und von sich zu werfen. Die Zunge folgte dem Stein und schnappte ihn in der Luft, bevor er den Boden berührte, ließ ihn angeekelt fallen und zog die Zunge mit einem lauten Knall zurück. dann lauschte es. Gharvin versuchte, so leise wie möglich zu atmen. Er bemerkte, dass das Wesen keine Augen besaß. Es schien allein über seinen Hörsinn wahrzunehmen.
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51

Sonntag, 31. Mai 2015, 21:32

(Rolof)

Die Augen waren beim Kampf das wichtigste Sinnesorgan. Deswegen versuchte Rolof bei mächtigeren und stärkeren Gegnern immer diese zu beschädigen. Ein kurzer Moment der Blendung und der Sieg konnte ihm gehören. Doch dieses Wesen hatte scheinbar keine. Es sah irgendwie aus wie die Frösche aus den Teichen in seiner Heimat, doch wo Frösche normaler Weise Augen besaßen, war bei diesem Biest schlicht nichts.
Nicht so viel denken. Rolof verstärkte den Druck seiner Faust um seine Waffen. Er setzte sich in Bewegung und schon schoss die Zunge des Monsters nach ihm. Sie umwickelte sein linkes Bein und schnalzte nach hinten. Möglicherweise lag es an den Lederstiefeln, die durch den Schnee feucht geworden waren, doch anstatt Rolof in den Rachen des Tieres zu ziehen, rutschte die Zunge ab und warf ihn nur um. Das hohe Gewicht des großgewachsenen Kriegers donnerte auf den steinernen Boden. „Gharvin, was ist das für eine Bestie“, rief er und rollte sich hinter eine am Boden liegende Marmorsäule.
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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Sonntag, 31. Mai 2015, 22:20

(Gharvin)

Er war klug genug, nicht darauf zu antworten. Stattdessen nutzte er die Anlenkung und spannte einen Pfeil ein, nahm das Ziel ins Visier und schoss. Der Pfeil bohrte sich in den Kopf des Wesens, das aufschrie und seine Zunge nach ihm schickte. Doch diesmal war er vorbereitet. Er machte einen Ausfallschritt zur Seite, ließ den Bogen fallen und spuckte das Messer zwischen seinen Zähne in seine Hände. Die Zunge schoss ins Leere und er stach zu. Die Schneide fuhr von oben herab und rammte die Zunge des Wesens in den steinernen Boden. Der Frosch quiekte wie wild, doch er konnte die Zunge nicht losreißen. Gharvin sah zu Rolof hinüber. "Nun mach schon, Junge", flüsterte er und legte einen Pfeil an, um die Froschzunge noch stärker an den Boden zu fixieren.


Der Weiße Turm, Gerichtssaal - einige Knoten später

(Ramses)

Man führte ihn in den kargen Saal auf den einen Platz in der Mitte. Er blickte zu 3 Stühlen, auf denen die anwesenden Meister saßen. Mit einem lauten Seufzen setzte er sich und zeigte damit seine Genervtheit von der ganzen Prozession. Links und rechts waren ebenfalls Stühle, auf denen die geladenen Zeugen saßen.

Rhaegar räusperte sich und stand auf. "Novize. Es wird der Vorwurf erhoben, dass du einen Rubin gestohlen und unerlaubt eingesetzt habt. Deine Experimente schädigten dich selbst, sodass du zumindest keine weitere Schuld auf dich lädst. Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen"
Ramses stand langsam auf, seine Bewegungen offenbarten Eleganz. "Eine Lüge, Ehrwürdiger. Wie soll ich mit meinem Talent Ratten befehligen? Es war diese falsche Schlange dort" Er deutete auf Elenia, "die mir ihre Unfähigkeit zur Magienutzung in die Schuhe schieben will"
"Warum sollte sie das tun?"
"Ich habe sie zurückgewiesen. Ihr erklärt, dass ich sie nicht länger bevorzuge und mir eine neue Mätrasse suche"
Elenia zog empört und fassungslos die Luft ein und krallte ihre Finger in Marens Hand. "Wie kannst du es wagen?!", platzte es aus ihr heraus.
"Na seht ihr, Ehrwürdiger", Ramses deutete auf sie, "verletzte Gefühle. Frauen sind dann zu allem imstande. Selbst wenn es die Regeln des Weißen Turms sind"
Rhaegar räusperte sich, doch Taya ergriff das Wort und wandte sich an Elenia. "Du bezichtigst ihn der Lüge, Novizin? Warum war er sonst bei dir, wenn nicht dafür? Wir alle wissen doch von eurem Tächtelmächtel"
Das Mädchen errötete. Eine hasserfüllte Antwort lag ihr auf der Zunge, doch ihre Scham war zu groß, sie auszusprechen.
Taya nickte wissend und nahm ihr Schweigen wie alle anderen als Eingeständnis.
"Nun, einer von euch lügt. Vor euren Meistern. Das wird eine schwere Strafe mit sich ziehen, wenn nicht sogar das Exil", prophezeite sie düster.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sayet« (1. Juni 2015, 12:14)


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Montag, 1. Juni 2015, 15:23

(Rolof)

Dieser gerissene Hund! Er rappelte sich auf und stürmte auf den Frosch zu. Unfähig sich zu erwehren, doch wohl im Bewusstsein dessen, dass Rolof auf ihn zukam, trampelte das missgebildete Vieh wild umher. Rolof legte alle Kraft in einen Hieb mit der Streitaxt und schlug auf den Punkt, worunter er das Hirn vermutete. Einen Schwall dunkelgrünen schleimigen Blutes verursachend glitt das Blatt der Axt durch die schuppenartige Haut.

(Maren)

Er hatte begonnen, sich auf eine Seite zu stellen, nun musste Maren auch konsequent bleiben. Die Wut, die in Elenia aufbrodelte war im ganzen Raum zu spüren. Tächtlmächtl? Ernsthaft? Es war doch ein offenes Geheimnis, was vor sich ging. Irgendetwas war hier Faul. Maren erhob sich ruckartig von seinem Stuhl. Für einen unangenehmen Moment starrten ihn alle an. Dann öffnete er den Mund: „Wenn ich das Wort erheben dürfte, ehrenwürdige Meister“
Seine folgenden Worte würden Elenia zutiefst unangenehm werden, doch es musste gesagt werden, was Tatsache war. Dieses Unrecht durfte nicht mehr länger unkommentiert dastehen.
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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Montag, 1. Juni 2015, 15:59

(Elenia)

Taya warf ihm einen bösen Blick zu, doch Rhaegar nickte ihm zu und erteilte ihm damit das Wort. "Wenn du etwas wichtiges zu sagen hast, Novize, dann schieß mal los"


(Gharvin)

Er jubelte laut auf, als das Froschvieh in einer Fontäne aus Blut zusammenbrach und starb. "Was für eine beschissene Höllenkreatur, aber wir habens ihr gezeigt!" Er kam lachend auf seinen Freund zu und schlug ihn auf die Schulter. Doch Rolof wurde ihm unter der Hand weggezogen. Eine rote Zunge hatte sich um seinen Knöchel gewickelt und zog ihn mit Wucht durch die Luft in den Brunnen hinein. Gharvin blinzelte als Rolof hinter der Brunnenkante verschwand. "Das ist nicht euer Ernst!!", brüllte er und rannte hinterher. So einfach würden sie seinen Kameraden nicht bekommen! Er schnappte das Seil und ließ sich hinabgleiten, bis seine Füße den Boden erreichten. Modriger Geruch war hier unten und betäubte seine Nase. Doch seinen Ohren blieben unbeeinträchtigt und folgten deN Kampfgeräuschen.
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Montag, 1. Juni 2015, 19:57

(Rolof)

Die Axt hatte er verloren. Mit dem Messer in der linken hieb er in der Dunkelheit wild um sich. Es schien, als wäre hier mindestens ein weiteres Monster und unzählige kleinere. Rolof erwischte mit der Hand eine Zunge und schnitt sie entzwei. Kurz hatte er sämtliche Bewegungsfreiheit zurück. Er kroch wieder in die Richtung, aus der er meinte gekommen zu sein. Ein kleineres Tier sprang ihn an, woraufhin Rolof dem Biest das Messer bis zum Griff in den Leib rammte. Das hervorschießende grüne Blut bedeckte ihn.

(Maren)

„Es ist nicht so, wie Ramses es behauptet. Elenia“, er bedachte sie mit einem Blick „wurde zum Opfer seiner Schikanen. Sie ist das einzige Mädchen hier, ein recht ansehnliches noch dazu. Ramses vergriff sich an ihr.“ Er wartete kurz und ließ das erzählte sickern. „Ich bin erst später zu den Novizen hinzugekommen. Mein Leben habe ich auf den Straßen verbracht und dabei gelernt zu beobachten. Mir fiel auf, dass etwas nicht stimmte und so beobachtete ich Ramses bei einer seiner Untaten. Was Elenia getan hat, war nichts Weiteres als die verzweifelte Tat einer Gedemütigten, die sich ein letztes bisschen Würde bewahren wollte.“
Mit einem Schrei warf Glandallin sich gegen den Ork. Die Kannte seines Schildes zuckte nach unten und zerschmetterte dem Wesen den Fuß; gleichzeitig schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide seiner Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Stein. Dunkelgrünes Blut schoss in hohem Bogen aus der offenen Wunde.

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Montag, 1. Juni 2015, 22:58

(Ramses)

"Du elender Lügner, du warst nicht dort!", herrschte ihn Ramses an. "Hat sie dir auch einen geblasen, damit du für sie lügst?"
"Ruhe", donnerte Rhaegars Stimme. "Ihr seid erst ein paar Tage hier und schon habt ihr nichts besseres im Kopf, als euch so unwürdig aufzuführen? Ihr seid keine Begabten! Ihr seid Waschweiber, Heulsusen und ehrlose Bastarde!" Rhaegars Faust donnerte auf den Tisch.

"Wir verlieren das wesentliche aus den Augen", setzte Taya ein. "Der Rubin wurde geklaut und die Telepathie mit Tieren ist deine Gabe , Elenia."
"Ich kann überhaupt keinen Rubin kontrollieren, ich bin Novizin", widersprach sie.
"Eine durchaus begabte.."
"So wie Ramses", erwiderte sie trotzig und funkelte dessen Mutter an.
"Nun gut", erwiderte Taya und lehnte sich zurück, "Meisterin Juna, der Rubin liegt vor euch. Ihr seid Mystikerin. Ihr werdet die letzten Gedanken sicher daraus lesen können"
Juna nickte und nahm den Rubin in die Hände. Sie schloss die Augen.
Bilder durchzogen sie, Elenias Wut, Elenias Scham, ihr eiskalter Gedanke, ihr Befehl an die Ratten, ihn zu töten.
Juna öffnete die Augen und sah sie an. Das Mädchen hatte gelogen und denunziert, auch wenn sie ihre Beweggründe verstand, so wären sie kein Grund, die Regeln des Turms zu brechen. Sie hatte ihn töten können. Diese Rubine waren gefährlich und sie war die einzige, die die wahre Macht der Magie in falschen Händen erlebt hatte. Sie hatte eine ganze Menschheig vernichtet..
Die Worte die sie jetzt wählte hatten deswegen einen ganz anderen Grund, einen viel wichtigeren als das Mädchen zu schützen. Einen, der es wirklich wert war, zu lügen.
"Es gibt keinen Befehl. Es war ein kläglicher Versuch, damit zu spielen. Ein Kinderstreich, mehr nicht"
"Wessen Gedanken liest du dort"
"Nur die von Ramses"
Stille herrschte im Raum und Ramses sah langsam zu ihr auf. Aufmerksam und ein wenig überrascht, aber sehr gefasst.
"Ich sehe auch, dass der Rubin von Elenia gestohlen wurde. Sie sind beide verwickelt."
"Und keiner hält es für nötig, uns wirklich aufzuklären?! Keiner gibt seine Lügen zu?!", Rhaegar schlug auf den Tisch. "Wenn ihr unbedingt mit den Mächten spielen wollt und euch für klug genug haltet, die Regeln zu brechen, dann werden wir sehen, was dahinter steckt. Ihr geht in den Außendienst. Zum Weltenende. Soeben kam ein Hilferuf von dort. Ihr bekommt Rubine und helft den Soldaten dort."
"Nein, das ist Selbstmord!", fuhr Taya dazwischen,
"Wenn sie sterben, wird es eine Warnung an andere sein. Wenn nich, haben wir sie zu Unrecht verurteilt. Dann sind sie wahrlich schon Begabte. Packt eure Sachen. In einem halben Knoten verlasst ihr den Turm!" Juna stimmte dem zu und so war es beschlossen.

Elenias Gesicht war kalkweiß geworden. Sie wurden in die Wildnis geschickt? Ohne Ausbildung, ohne Hilfe? Sie wollte widersprechen, doch dann würde sie sich auch noch vor dem Rat demütigen. So biss sie die Zähne zusammen und schickte ein stummes Gebet an die Götter, an die sie nicht glaubte.
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Dienstag, 2. Juni 2015, 20:48

(Maren)

Maren lachte in sich hinein. Ramses war erzürnt und ihm gefiel es. Es erstaunte ihn, dass Juna auf ihrer Seite stand. Doch auf das Jetzt fokussiert, war Maren alles andere als erleichtert. Die Mythen, Sagen und Legenden über das Weltenende waren ihm bekannt. Es wurden von Monstern und Ungeheuern berichtet, so schrecklich und garstig, dass alleine ihr Anblick einen Mann für immer erstarren lassen könnte. Selbstmord, meinte eine. Seine Kehle schnürte sich zusammen und er wurde nervös. Desweiteren würde er nun nicht mehr von Elenias Seite weichen. Sie waren nun in einer Art Bündnis. Beide hatten sie den Zorn Ramses‘ auf sich gezogen und sie wussten, dass dies ein gefährliches Nachspiel haben würde. Er hatte das Gefühl, dass es die unausgesprochene Vereinbarung zwischen ihnen gab, sich gegenseitig zu schützen und auf sich aufzupassen. Es war zum ersten Mal, dass Maren ein solches Gefühl der zwischenmenschlichen Nähe verspürte – und er genoss es.
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Mittwoch, 3. Juni 2015, 15:12

(Elenia)

Die Versammlung wurde aufgelöst und Elenia verließ mit Maren den Raum. Sie bogen in einen Seitengang ein und Elenia schloss die Augen, bevor sie Maren ansah. "Danke, ich danke dir, Maren", sagte sie leise und küsste ihn auf die Wange. "Du bist der erste, der sich öffentlich gegen ihn stellt. Fast hätte ich alles verloren.. deine Aussage und die der Meisterin haben das Blatt gewendet.. es ist mir egal, dass wir zur Grenze müssen, Hauptsache ich habe eine Chance hier zu bleiben"


(Ramses)

Die Wut brodelte in ihm, als er den Raum verließ. Doch die Sache hatte auch etwas Gutes. Er bekam einen Rubin und die Möglichkeit, sich zu beweisen. Vielleicht sollte er sogar dankbar sein? Er ging zu seiner Kammer und packte wortlos seine Sachen. Dann ging er zur Eingangshalle und wartete auf Meister Rhaegar.


am Weltenende

(Gharvin)

Mit seinem Dolch schlug er um sich, sobald sich eines der kleinen Wesen näherte. Dann entdeckte er Rolof und schloss zu ihm auf. "Du lebst.. das ist gut", stellte er erleichtert fest. "Hast das Scheißvieh wohl verjagt, dass dich hier runterzog? Komm, wir gehen der Sache auf den Grund. Wenn sie einen Zugang haben, müssen wir ihn wieder schließen!" Er nahm zwei Fackeln und hielt sie in der freien Hand, während die andere den Dolch stichbereit festhielt.
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59

Mittwoch, 3. Juni 2015, 18:38

(Maren)

Wo Elenias Lippen seine Haut berührt hatten, fühlte er ein angenehmes Feuer in sich lodern. Sein Herz schlug höher und in seinem ganzen Körper machte sich ein angenehmes Gefühl breit. Er grinste sie an und wollte etwas sagen, ohne genau zu wissen was. „Elenia…“, begann er, doch bevor er etwas sinnloses sagen würde, würde er sich lieber weiterhin auf das wesentliche konzentrieren. „…wir müssen Acht geben. Ich glaube nicht, dass Ramses, das ganze so auf sich sitzen lassen wird.“

(Rolof)

Das Blut der Biester stank fürchterlich. Doch Rolof hob sich mit seinem Geruch auch nicht sonderlich von der Umgebung ab. Langsam schritten sie fort. Vorsichtig setzten sie einen Fuß vor den anderen. Die Angriffswellen der kleineren Froschwesen ebbten langsam ab. „Hast du schon einmal so garstige Viecher gesehen? Welche Abgründe spucken solche Wesen aus?“
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Freitag, 5. Juni 2015, 06:27

(Elenia)

Sie schloss kurz die Augen. "Ich weiß. Komm, packen wir unsere Sachen." Sie gingen zurück zu ihren Kammern und Elenia packte das Nötigste in eine Umhängetasche. Etwas Proviant, Ersatzkleidung. Ihr fiel auf, dass es wenig war, doch mehr wurde ihnen nicht gestattet. Sie wartete, bis Maren an ihrer Tür war um sie abzuholen. Sie wollte Ramses nicht allein begegnen.


(Gharvin)

"Du meinst außer meiner Schwiegermutter? Nein", Gharvin schüttelte angewidert den Kopf. "Egal woher sie kommen, wir werden jetzt dafür sorgen, dass das ein Ende hat." Sie folgten den Spuren aus Schleim und und dem Gestank, um ihren Weg durch die Gänge zu wählen. Es dauerte nicht lange und sie traten in einen größeren Saal, der festlich aussah. Viele zerbrochene Stühle und Tische standen hier. Einst wurden hier wahrscheinlich große Feste gefeiert. Nun diente es zu etwas anderem.

Gharvin schwenkte die Fackel und sie sahen es überall: in jeder Ecke, in jedem Trümmerhaufen standen sie: Eier..
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