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 Sayet

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181

Sonntag, 9. Oktober 2016, 10:02

(Lyzè)

Sie sickerte ins Erdreich, immer tiefer. Ihre Bestandteile trennten sich, führten ein Eigenleben, ohne ihre Bindung zu verlieren. Doch je weiter sie sich von den beiden entfernte, desto schwieriger fiel ihr die Kontrolle, und so musste sie umkehren.

"Dort!", Luan zeigte zum Bach, in dem er einen schimmernden Umriss seiner Freundin sah. Ya'rina hingegen sah nur die stille Oberfläche.
Die schimmernden Punkte zogen sich zusammen, ergossen sich in einem Wasserschwall aus dem Bach heraus, der bogenförmig vor die Füße der beiden sprang und sich dort wieder zu Lyzés Körper formte. Einzelne Tropfen perlten noch von ihr ab.
Der Shotan sah sie mit großen Augen an sprang dann mit einem Satz zurück ins Gebüsch. Lyzé lachte und hob die Arme. "Ich bin eine Göttin!", rief sie, "die Göttin des Meeres!"
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." Marx

182

Montag, 10. Oktober 2016, 15:37

(Luan)

"Also hatte Zake doch Recht." sagte er verdattert, ehe sich ein bewundernder Glanz in seine Augen legte.
"Wir können also alle drei sowas! Das ist wunderbar!" rief er voller Freude, lachte und umarmte Lyzé herzlich, ehe er auch Ina zu sich zog und sie fest an sich drückte. In dem Moment spürten sie alle drei, aber am stärksten Luan, dass ein neues, starkes Band die Kinder verband und Luan hatte für einen kurzen Augenblick den Eindruck, dass seine Kräfte mit ihm sprechen wollten und zwar mit aller Kraft. Doch der Moment legte sich, als sie sich wieder losließen und durch die Blätterdecke den Schein der untergehenden Sonne wahrnehmen konnten.



(Agron)

Er sah Têss traurig hinterher und wollte ihr folgen, doch Yahan hielt ihn zurück.
"Sie ist verletzt, das verstehe ich. Auch wenn ich im Guten gehandelt habe, so habe ich euch als Eltern dennoch wehgetan und das tut mir unendlich Leid, weil ihr selbst wie Kinder für mich seid." erklärte er traurig und wollte etwas hinzufügen als er stockte und erschrocken an die Decke starrte.
"Das...das kann doch...das kann nicht sein." murmelte er.
"Was ist los, alter Mann?" fragte Agron etwas genervt, doch er bemerkte recht schnell, dass Yahan nichts vorspielte.
"Es geht zu schnell. Viel zu schnell. Sie sind noch nicht bereit, genau deshalb mussten sie getrennt werden! Bei den Sternen, findet diese Kinder und bringt sie zu mir, ehe Schaden entstehen kann." rief er dem Mann zu, der Ukata ähnlich sah. Der junge Mann nickte und spurtete los.
"Was ist denn los? Sprich mit mir Yahan!"
"Das ganze Dorf könnte in die Luft gesprengt werden, wenn diese Kinder die Grenzen ihrer jetzigen Macht überschreiten. Noch können sie gar nichts kontrollieren, du Dummkopf." rief er mürrisch und ließ sich von Agron aufhelfen. Nun war der alte Mann wieder ganz derjenige, der er vor etlichen Zeitenwechsel gewesen war.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
-Zhadár

183

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 12:06

(Ya'rina)

"Hey, Leute, merkt ihr das auch?" fragte Ina und schien ein wenig ängstlich. "Der Boden, er wackelt? Ist das ein Erdbeben?" doch in dem Moment als sie sich voneinander lösten hörte es auch wieder auf und alles war normal. Ina zuckte mit den Schultern.
"Ein kurzes Erdbeben. Kommt, wir sollten jetzt zurückgehen es wird bald dunkel und außerdem knurrt mein Magen. Ihr könnt bestimmt alle beide bei mir schlafen, mein Zimmer ist groß! Dann können wir uns noch ein paar Geschichten erzählen und mit den Schah-Steinen spielen!"

 Sayet

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184

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 16:49

(Lyze)

"Au ja, und ich will deine Sachen tragen, und auch ein Waldmensch sein.", rief Lyzé, die mit ihren eigenen Sachen nun auch nicht mehr viel anfangen konnte. "Was sind das überhaupt für Steine?"
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." Marx

185

Freitag, 14. Oktober 2016, 00:51

(Luan)

"Oh ja!" sagte Luan erleichtert, der vergeblich zu verbergen versuchte wie ihn die Geschehnisse überrumpelten. Als sie zurückkehrten warteten bereits Yahan und Agron auf sie, wobei der Ältere eine strenge Miene aufgesetzt hatte, während Agron eher nachdenklich drein blickte. Auch Zake stand neben ihnen, aß einen Apfel und sah den jungen Frauen der Maka'ito hinterher. Ina erzählte Yahan aufgeregt von ihren Erlebnissen und am Ende seufzte der Älteste.
"Ihr hättet nicht soweit draußen sein dürfen, ganz ohne Schutz. Das hätte gefährlich werden können." tadelte er sie.
"Doch ihr seid etwas ganz besonderes und im Inbegriff zu erkennen, welch Potential in euch steckt. Ich werde euch ab morgen geistig ausbilden, während Agron hier zunächst euren Körper stählt."
"Aber -" warf Luan ein, doch Yahan schnitt ihm das Wort ab. Selbst in seinem hohen Alter strahlte er trotz des verrückten Glanzes in den Augen eine große Autorität aus.
"Daran gibt es nichts mehr zu rütteln. Wenn ihr nicht lernt mit eurer Gabe umzugehen, werdet ihr den Menschen die euch nahe stehen nur wehtun." erklärte Yahan etwas traurig und sah dann zu Ina.
"Kleine, mit dir möchte ich gerne reden. Du hast verdient es nun zu erfahren. Begleite mich zu deiner Mutter." sagte er, nahm Ina bei der Hand und führte sie zu Têss, damit sich Mutter und Kind endlich in die Arme schließen konnten.

Zake hingegen zog eine Grimasse und warf die Überreste des Apfels weg.
"Also ich für meinen Teil bin da definitiv raus." sagte er überzeugt, doch Agrons wilder Blick ließ ihn sofort abwehrend die Hände hochheben.
"Na gut, na gut. Ich werde als makelloses Paradebeispiel für die Kurzen vorangehen, doch eigentlich habe ich meine Fähigkeiten perfekt im Griff." prahlte Zake um nicht als Weichei dazustehen.
"Natürlich. Dann musst du es nur noch beweisen. Wir sehen uns morgen." erwiderte Agron lächelnd und zwinkerte dem Begabten zu, ehe er Yahan und Têss suchte.
Luan sah zu Lyzé und sie dachten sich beide das Gleiche. Sie wollten unbedingt hören, worum es bei diesem Gespräch ging und so folgten sie ihnen unauffällig.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
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186

Freitag, 14. Oktober 2016, 20:50

(Têss)

Ihre trübe Stimmung war sogleich verflogen, als Yahan mit der kleinen Ya'rina an der Hand zu ihr kam. Sie öffnete ihre Arme und das Mädchen zögerte nicht ihr entgegen zu laufen und sich in diese zu schmeißen. Sie legte ihre Arme um den Nacken ihrer Mutter und spürte die Tränen die an ihrer Wange hinab liefen.
"Es tut mir leid." Hauchte Têss, doch Inastâra schüttelte nur den Kopf. Mir geht es gut, Ma. Ich wusste dass du mich irgendwann holen kommst."
Yahan schien nun doch überrascht. "Aber Kind, ich habe dir doch nie...."In drehte sich zu ihm. "Da musstest du auch nicht. Ich wusste es einfach."
Als Agron schließlich ebenfalls zu ihnen aufschloss, löste In sich von ihrer Mutter und rannte dafür ihrem Vater entgegen.

187

Sonntag, 16. Oktober 2016, 20:02

(Agron)

Er nahm seine Tochter in die Arme und zum ersten Mal seit Luans Geburt hatte er Tränen in den Augen, gestattete es sich jedoch nicht seiner Freude freien Lauf zu lassen. Stattdessen erwiderte er ihre Umarmung, streichelte ihr über den Kopf und lächelte ihr aufmunternd zu.
"Nun, ich hoffe ihr könnt mir verzeihen. Ich weiß, dass es nichts schlimmeres gibt, als die Eltern von seinem Kind zu trennen, doch es musste geschehen." Es musste geschehen. wiederholte Agron die Worte wütend in seinem Kopf. Immer hatte der Alte etwas von Prophezeiungen und Sternen gefaselt und sie sogar von ihrem Kind getrennt, weil es seine Sterne ihm befahlen. Er unterdrückte jedoch seine Wut und nickte dem alten Mann zu.
"Wir werden morgen mit der Ausbildung der Kinder beginnen, doch ich habe nicht allzu viel Zeit. Es gibt etwas wichtiges, was ich noch erledigen muss." erklärte er.
"Du jagst ihn immer noch?" fragte Yahan.
"Er hat Meeresbucht zerstört oder ist jedenfalls der Grund für seine Zerstörung. Er ist eine Gefahr." erwiderte Agron gereizt.
"Und er hat dich einst besiegt." stellte Yahan fest, winkte jedoch ab als Agron erneut ansetzte.
"Du bist alt genug, um deine Entscheidungen zu treffen. Die Zeit die du jedoch hier verbringst, sollten wir dazu nutzen den Kindern etwas beizubringen." Agron seufzte und nickte zustimmend. Sie machten aus wann sie sich am nächsten Morgen treffen würden, während die kleine Familie um Têss und Agron zusammen mit Lyzé zu ihrem Baumhaus zurückkehrten, wo ihnen die Kinder aufgeregt die Geschehnisse des Tages erzählten.
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Montag, 24. Oktober 2016, 08:02

(Têss)

Als es Abend wurde, beschlossen sie die Kinder für die Nacht besser aufzuteilen. Ina schlief bei Yahan, Lyzé ind Inas Zimmer und Luan lag in dem großen Bett zwischen Agron und Têss. Es war für sie ein anstrengender Tag gewesen und obwohl sie nicht viel davon hielten sich aufzuteilen, hatten sie nicht mehr genügend Kraft sich gegen die Erwachsenen zu behaupten und waren alle drei schnell eingeschlafen.
Nur Têss lag noch wach und starrte an die Decke.
"Du willst also schon wieder gehen?" fragte sie in die Dunkelheit hinein, als sie Luans gleichmäßige Atemzüge hörte und wusste, dass er tief und fest schlief und nichts weiter von diesem Gespräch mitbekommen würde.
"Meinst du nicht es wäre an der Zeit mal für seinen eigenen Sohn und deine Tochter da zu sein, als für den Rest der Welt? Ist es für dich selbstverständlich geworden, dass ich mich um alles kümmer während du machst wozu du Lust hast und es dich gerade hintreibt? Ich dachte du wärst in den letzten Jahren vielleicht genauso erwachsen geworden wie ich auch!"
Têss biss sich auf die Unterlippe, es erwies sich als schwerer als gedacht die Stimme nicht zu heben und am Liebsten wäre sie Agron noch zusätzlich an die Kehle gegangen.

189

Montag, 24. Oktober 2016, 15:44

(Agron)

"Wohin die Lust mich treibt?" fragte Agron ungläubig.
"Têss, du musst wissen, dass ich dich immer geliebt habe und lieben werde. Ebenso Luan und Ina werde ich genauso lieben. Doch ich war damals überfordert, mein Blut forderte eine Veränderung, weil ich nicht mit der Verantwortung umzugehen wusste." gab er zu.
"Doch Kronak zu töten ist keine Sache auf die ich nur Lust habe. Ich habe mitansehen müssen wie er ein ganzes Dorf zerstört, Frauen vergewaltigt und Kinder getötet hat. Ich war ihm unterlegen, Têss." Er brach kurz ab. Die Erinnerungen kamen gleichzeitig mit der Wut und der Enttäuschung hoch." Nur deshalb konnten er und seine Leute Menschen, an denen mir etwas lag, wehtun. Ich werde das nicht noch einmal zulassen und werde diese Welt von einem großen Übel befreien. Eines Tages wird er sonst zu einer ernsthaften Gefahr für dich und unsere Kinder." sagte er traurig und streichelte ihre Wange.


(Karnarak)

Der Schamane der Toko'ito stand mit finsterer Miene vor den etwa 80 versammelten Männern, die allesamt Kriegsbemalung trugen und bewaffnet waren.
"Uns wurde eine große Schmach zugefügt und das auch noch von Bleichhäuten. Wir werden Rache nehmen meine Brüder und zwar heute in drei Nächten, greifen wir sie an und vertreiben sie ein für allemal aus dem großen Wald. Es werden keine Gefangenen gemacht! Ehrt Toko und erweist ihm euren Respekt, indem ihr so viel Blut der Maka-Anhänger vergießt und ihr Fleisch esst!" brüllte er und die Männer stiegen johlend mit Schlachtrufen ein.
"Der Tag ist gekommen, an dem wir zeigen, dass es nur einen wahren Gott gibt und das unserer ist - Heil Toko!"
"Heil Toko!" schallte es ihm aus mehreren Kehlen entgegen und er blickte zufrieden drein. Er würde noch in der gleichen Nacht ein Menschenopfer bringen, um ihren Gott zu besänftigen.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
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 Sayet

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190

Montag, 24. Oktober 2016, 18:16

(Lyzé)

Sie tuschelten um sie herum. Sie dachten, sie verstehe sie nicht, aber sie hörte genug. Sie erhaschten Blicke auf sie, während sie Wasser von einem Becher in den anderen goss. Immer wieder. Und fasziniert zusah. Ob sie sie für verrückt hielten? Lyzé kicherte. Sie konnte es ihnen nicht verübeln.
Als sie wieder einmal Augen auf sich spürte, wagte sie den Sprung, floss in den Becher und zurück in den anderen, während die restliche Masse als Pfütze auf den Boden fiel. Wie von Geisterhand flog das Wasser hin und her. Die Leute sammelten sich vor ihrer Tür und tuschelten nun noch viel aufgeregter. Dann hielt es in der Luft inne, stürzte herab, die Pfütze kam dem Strahl entgegen und sie vereinten sich, bildeten ihren Körper und wurden zu Fleisch. Sie drehte sich um zur Tür und verneigte sich vor ihrem geheimen Publikum, das sofort zu tuscheln aufhörte. Sie hörte Schritte die sich hastig entfernten und musste aus tiefer Freude heraus lachen.
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." Marx

191

Freitag, 28. Oktober 2016, 21:21

( Têss )

Têss schnaubte, aber sie wehte sich nicht gegen seine Berührung. "Wir sollten an erster Stelle stehen. Niemand anderes und wir sind keine Kinder mehr. Vielleicht wird dieser Kronak eine Gefahr, vielleicht aber auch nicht. Eine a der Gefahr ist viel greifbarer. Und ich bin nicht bereit dich wieder gehen zu lassen. Also schön. Wenn du meinst du musst ihn töten, dann kommen wir eben mit dir."

192

Samstag, 29. Oktober 2016, 01:28

(Agron)

"Mitkommen?" fragte Agron überrumpelt und wollte etwas hinzufügen, als ein lauter Ruf die Stille der Nacht durchschnitt.
"Angriff! Die Toko'ito!" brüllte ein Späher gerade noch rechtzeitig, damit die Kämpfer der Maka'ito sich sammeln konnten, bevor etliche Toko'ito über den Boden und andere Bäume auf das Dorf unter den Blättern gelangten. Agron sprang zum Fenster und sah hinaus, wo schon einige, Jahrhunderte alte Bäume brannten.
"Wir müssen hier weg." murmelte er fassungslos und riss sich vom zerstörerischen Anblick los.
"Schnapp dir deine Waffen und die Kinder, die Toko'ito sind wegen uns hier."
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Montag, 7. November 2016, 14:14

Spoiler Spoiler

Um den Hänger auszuhebeln leider ein kleiner Doppelpost ;)


(Agron)

Sie packten ihre Sachen zusammen und zogen sich hastig ihre Klamotten über, ehe sie die Luan und Ina einpackten und losliefen, um auch Lyzé abzuholen. Unterwegs fiel ihm Yahan ein und er hielt inne.
"Têss, du musst Lyzé holen und die Kinder hier heil rausbringen. Ich werde Yahan holen!" Er lief los, hielt inne und lief zurück, bevor er Têss Kopf in die Hände nahm und sie küsste.
"Ich liebe euch. Wir sehen uns in einem halben Knoten am Westausgang des Dorfes!" sagte er und lief zum weißen Baum, wo Yahan lebte. Unterwegs begegneten ihm zwei Toko'ito, die er jedoch ohne zu zögern tötete, ehe er das weiße Haus des Ältesten betrat. Geschockt blieb er stehen, als er Yahan blutend am Boden liegen sah. Ein Dolch ragte aus seinem Bauch, doch er atmete noch. Hinter ihm standen zwei weitere Toko'ito, die nun etwas in ihrem Dialekt zu ihm riefen, doch in dem Moment ergriff der blanke Zorn von Agron Besitzt. Er teilte seinen Speer in zwei kleinere auf holte aus und warf den rechten auf den ersten Mann. Noch im Flug verwandelte sich das Geschoss in einen Blitz, durchschlug seine Brust und pinnte den Mann an die Wand, wo er wieder zum pechschwarzen Stahl wurde.
Der zweite Toko'ito rannte auf ihn zu, doch er wich verächtlich schnaubend aus, trat ihm in die Kniekehle, drehte sich einmal um sich selbst und rammte ihm das Knie unters Kinn, sodass er ächzend auf den Boden fiel.
"Bete zu deinem Gott, dass er dich empfängt, oder leide in den Höllenringen." sagte er und trat ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Immer und immer wieder, ehe ihn Yahans leises Rufen aus seinem Rausch riss.
"Agron! Lasse den Zorn nicht über dich kommen und dein Herz verunreinigen mein Sohn!" flüsterte er und winkte ihn zu sich.
"Bitte. Dein Herz muss frei von Frust und Hass bleiben, es verändert dich. Lass die Vergangenheit ruhen und sieh in die Zukunft." Er hustete und spuckte einen Schwall Blut.
"Yahan, du stirbst. Ich muss dich hier wegbringen, die Toko'ito werden alles zerstören und jeden töten!" fuhr Agron etwas verzweifelt dazwischen, doch Yahan schüttelte den Kopf.
"Ich war schon alt als wir uns kennenlernten und werde keinen Tag jünger wenn du mich rettest. Ich durfte viel sehen und habe wunderbare Menschen um mich gehabt. Meine Zeit war gekommen, das wusste ich." Er hustete erneut.
"Du musst die Kinder auf die Gestaden bringen. Nur er kann ihnen den Weg zu ihrer wahren Kraft zeigen. Versprich mir, dass du sie beschützt und dorthin bringst." bat der Alte und Agron nickte, auch wenn er sich nicht zusammenreimen konnte, woher Yahan etwas von den Gestaden wusste. Ein befreiter, glücklicher Ausdruck erschien auf seinem Gesicht, während er sich zurücklehnte und aus dem Fenster sah. Ohne ein weiteres Wort war er gestorben, während das Licht in seinen Augen langsam erblasste. Mit einer grimmigen und gleichzeitig traurigen Miene drehte sich Agron um und lief los um Têss und die Kinder einzuholen.
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-Zhadár

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Montag, 7. November 2016, 14:40

(Têss)

Die meisten der Angreifer hatten sich auf das Dorf in den Bäumen konzentriert, doch auch auf ihrer Flucht begegnete Têss dem ein oder anderem Toko'ito. Têss hatte eine harte Ausbildung gehabt und ihr Lebenlang gekämpft, doch es war etwas völlig anderes ob man alleine war oder gleichzeitig auf drei Kinder achten musste. Bisher war es immer ihre Stärke gewesen keine Angst zu empfinden, doch nun hatte sie Angst, nicht um sich, aber um die Kinder, die sie beschützen musste und denen sie tot nichts mehr nützte.
Nachdem sie den ersten Gegner mit ihren Äxten niedergestreckt hatte, wandte sie sich an Luan. "Hör mir zu." sagte sie, noch immer vom Kampf schwer atmend. "nimm die Mädchen und lauf zu der Baumgrenze an der wir gerastet habe als wir hierher gekommen sind! Ich halte euch den Rücken frei!"
Luan nickte und die Mädchen folgten ihm, während Têss eine ihrer Äxtre warf die sich tief in den Rücken eines Toko'ito bohrte der den Kindern folgen wollte.

195

Dienstag, 8. November 2016, 01:21

(Luan)

Er nickte, nahm beide bei der Hand und gemeinsam rannten sie los. Sie kamen ein gutes Stück voran und versuchten die Schreie um sie herum zu ignorieren, während Ina und Luan die Tränen kamen. Vor allem Ina war dort aufgewachsen und hörte nun ihre Freunde sterben. Plötzlich stellte sich ihnen mitten auf einer Brücke zwischen zwei Plattformen ein Toko'ito entgegen der sie knurrend und mit gezogener Waffe ansah. Doch keines der Kinder verspürte seltsamerweise Angst, es war als wären sie sich absolut sicher, dass von ihm keine Gefahr ausging. Luan nutzte das Zögern des Mannes und zog ihn mit einem telekinetischen Stoß die Beine weg.
"Weiter!" drängte er die beiden ohne zurückzublicken, sodass sie es tatsächlich aus dem Dorf schafften und beim Baumstumpf ankamen, wo sich bereits einige Überlebende Maka'ito versammelt hatten. Erschöpft setzten sie sich hin und warteten auf die Ankunft von so vielen Menschen wie möglich.


(Agron)

Er rannte über die Plattformen und Brücken und bemühte sich erst gar nicht einen direkten Kampf einzugehen. Stattdessen wich er Schlägen und Hieben aus, nutzte die Angriffe der Gegner gegen sie selbst oder ignorierte sie schlicht wenn sie zu langsam waren, bis er schließlich Têss eingeholt hatte.
"Wo sind die Kinder?" fragte er erschrocken, doch sie klärte ihn auf. Er nickte.
"Das Dorf ist verloren, irgendwie haben sie Yahans Wachen überlistet und nun werden sie alles verbrennen. Diese Menschen werden ein neues Zuhause brauchen und ich denke Meeresinsel wäre ein guter Ort dafür. Doch bevor das geschieht müssen wir so viele wie möglich retten. Kämpfst du an meiner Seite, ganz wie in alten Zeiten? Irgendwer muss ja den Rückzug sichern." sagte er traurig lächelnd.
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Dienstag, 8. November 2016, 07:01

(Têss)

Têss nickte grimmig. "Das ist ja wohl das mindeste was ich tun kann, nachdem es unsere Schuld ist, dass die Toko'ito die Maka'ito angegriffen haben." Zwar war das Verhältnis der beiden Stämme immer angespannt gewesen und früher oder später wäre es so oder so zu einem Angriff gekommen, doch das die Maka'ito nun so schnell und unvorbereitet getroffen worden waren hatte nur daran gelegen, dass sie kurz zuvor mit Têss und Agron aneinander geraten waren.
Têss drehte ihre Äxte einem in ihrer Hand und ging dann an Agrons Seite dem Kampflärm entgegen. Es waren nicht mehr viele Maka'ito die sich noch wehrten, doch keiner von ihnen sollte mehr sein Leben geben.
Mit einem Schrei griff Têss an, sie duckte sich unter dem Schlag des überraschten Toko'ito weg, versetzte ihm mit ihrer Schulter einen Stoß und ließ direkt beide Äxte folgen als er das Gleichgewicht verlor und hinfiel. Warmes Blut spritzte Têss ins Gesicht, doch es stachelte sie nur weiter an und schon bald arbeitete sie wieder mit Agron Hand in Hand.
Zwar hatten sie keine Chance die Toko'ito vollends zu besiegen, doch sie sicherten so den Rückzug der Überlebenden Maka'ito und lenkten die Aufmerksamkeit ihrer Gegner vollkommen auf sich.

197

Mittwoch, 9. November 2016, 01:23

(Agron)

Mit Têss an seiner Seite fühlte er sich wie der jüngere, naive Agron, der jeden Kampf mit einem erfreuten Lächeln angenommen hatte. Wann hatte er diese Unbeschwertheit verloren? Er wich dem Pfeil eines Toko'itos gerade noch rechtzeitig aus, parierte einen Wurfspeer und sprang dem Angreifer mit beiden Beinen gegen die Brust, sodass er das Gleichgewicht verlor und über die Brüstung mehrere Schritte auf den Boden fiel. Um sie herum war alles mit Blut und Gedärmen besudelt, Agron und Têss schnauften schienen jedoch zufrieden. Vorerst gab es keine Toko'ito, die ihnen folgen konnten und so machten sie sich an den Rückzug um ihre Kinder wieder zusehen.
"Du bist ein wenig eingerostet. Kann das sein?" neckte er sie und legte den Arm und sie als sie ihn böse ansah.
"Ich mach nur Spaß, du bist ganz die Alte." beschwichtigte er sie, während sie die Baumhausstadt hinabstiegen. Dann wurde seine Miene wieder ernst.
"Wir müssen die Kinder auf die Gestaden bringen. Dort gibt es einen sehr alten Mann, der viel über die alte Zeit weiß und die Kinder unterrichten kann. Sie sind alle drei etwas besonderes Têss und es gibt einen Vierten. Wenn wir sie in Sicherheit gebracht haben, werden wir sie oder ihn suchen." sagte er und seufzte. Er spürte wie die Müdigkeit der letzten Tage von ihm Besitz ergriff und war froh, wenn er sich um die Kinder keine sorgen mehr machen musste.
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Mittwoch, 9. November 2016, 06:39

(Têss)

"Die Gestaden?" Têss hatte keine Ahnung wovon Agron da sprach, aber gewiss hätten sie auf dem Weg dorthin genug Zeit genaues das zu besprechen. Vorerst mussten sie hier dringend weg, bevor der nächste Trupp von Toko'ito sie entdecken würde. Vielleicht hatte Agron sie nur geneckt, doch ganz Unrecht hatte er nicht. Zwar hatte sie in Meeresbucht ihre täglichen Übungen gemacht, doch Waffen waren nicht erlaubt gewesen und deshalb hatte Têss statt ihrer Äxte zwei schwere, kurze Stöcke genutzt die zwar ihre Muskulatur geschmeidig gehalten hatte, ihr aber nichts von den realen Kämpfen die sie nun wieder führte übermitteln konnte.
"Aber ich bin froh, dass das Wohl unserer Kinder scheinbar doch über deinem gekränkten Ego steht. Wenn das alles vorbei ist, dann werden wir uns diesen Krieger der dich besiegen konnte mal etwas genauer ansehen." Sie gab ihm einen flüchtigen Kuss und kurze Zeit später erreichten sie den Ort an dem sich ihre Kinder gemeinsam mit den überlebenden Maka'ito versteckt hatten.
Der Abschied wehrte kurz, denn es blieb keine Zeit und Têss zerbrach fast das Herz dabei die Maka'ito zurückzulassen, doch sie wusste das sie ein zähes Volk waren und schon bald eine Lösung für ihr Problem finden würden.

199

Montag, 28. November 2016, 01:47

(Agron)

Schon bald konnte Têss die restlichen Maka'ito davon überzeugen, ein neues Leben auf Meeresinsel oder der Bucht davor zu beginnen. Auch wenn das Volk die Bäume liebte, so war es die ideale, friedvolle Umgebung für sie. Sie stimmten zu und machten sich auf den Weg, während Agron, Têss, Zake und die beiden Kinder Luan und Lyzé in Richtung der Gestaden aufbrachen.
"Wir werden das Gebiet der Zarkaya-Horden überqueren müssen." merkte Zake an und klang ängstlich.
"Ich weiß, doch ich habe dort einen alten Bekannten, der mir einen Gefallen schuldet." erwiderte Agron zuversichtlich.
"Sein Name ist Baj Mantos, ich weiß nicht ob du -"
"Er nennt sich jetzt Groß-Baj Mantos. Er hat drei der fünf großen Reiterhorden unterworfen und ist ein gefürchteter Herrscher der Steppen. Bist du dir sicher, dass du ihn meinst? Man sagt er lässt sogar ganze Dörfer abschlachten, die sich nicht nach seinem Willen richten." Agron seufzte und nickte achselzuckend.
"Ja, das klingt ganz nach ihm. Dennoch schuldet er mir einen Gefallen und die Zarkaya sind da ein wenig pingelig. Vertrau mir, wir werden die Gestaden sicher erreichen." versprach er ihm und sah zum Sonnenaufgang, in dessen Richtung die Gestaden liegen müssten. Es würde ein anstrengender Weg werden, doch für die Sicherheit seiner Liebsten würde er alles in seiner Macht stehende tun.
"Ich finde den Witz in dem der Ork den Zwerg nach dem Weg fragt...unwahrscheinlich.Jede Grünhaut weiß,dass ein Zwerg ihn köpfen würde.Und dann die Auflösung des Witzes!Was der Zwerg sagt und macht-recht seltsam.Aber nicht lustig!"
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Montag, 28. November 2016, 09:14

(Têss)

"Na du scheinst ja wirklich rumgekommen zu sein." schnaubte Têss, doch aus ihr sprach der Neid, denn auch wenn sie ihren Sohn liebte und die Zeit mit ihm genossen hatte, während Agron frei wie ein Vogel durch die Länder ihrer Welt gestreift war, hätte sie elbst gerne die Abenteuer erlebt, von denen Agron nun berichtete. Als sie damals von Drachenhort aufgebrochen waren, war es sicher nicht ihr Ziel gewesen so schnell ein Kind in die Welt zu setzten. Kinder... berichtigte sie sich selbst und sah zu Ina.
Die Tage zogen ins Land und sie blieben unbehelligt, die Gegend durch die sie reisten war zum größten Teil unbewohnt und wilde Tiere sahen davon ab eine so große Gruppe von Menschen anzugreifen und so nährten sie sich schnell dem Ziel das Agron ihnen gesetzt hatte.

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