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Montag, 18. Dezember 2017, 19:05

(Kaan)

Kaans Augen verzerrten sich für einen kurzen Moment zu Schlitzen, ehe er wieder das freundliche Gesicht aufsetzte. Es gab einen guten Grund, warum er Kinder nicht ausstehen konnte und diese hier bestätigten ihm einmal mehr seine Haltung.
Er ließ die Goldmünze durch seine Finger gleiten, eher er sie in die Luft war, woraufhin die Kinder begierig nach ihr griffen. Derjenige, der sie am Ende fangen konnte, hatte jedoch kein gutes Los gezogen: Kaan packte ihn am Handgelenk und verdrehte dieses schmerzhaft, sodass der Junge alsbald anfing zu wimmern.
"Jetzt hör mir mal genau zu, Rotzlöffel: Ich bezahle einen von euch nur dafür, in den Tunnel zu klettern, nicht für irgendwelche Informationen. Die gibst du mir jetzt entweder sofort oder du wirst Schwierigkeiten haben, mit deinem Arm überhaupt noch etwas anzustellen."
"Das ist unerhört! Ein Elb geht unter die Erde...und ein Zwerg wagt es nicht! Das würde mir ja ewig nachhängen!" (Gimli, Herr der Ringe)

 Sayet

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42

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 08:56

(Samedi)

"Ich war dort, lass ihn los", hörte Kaan das größere der beiden Mädchen sagen. Sie hatte wildes, rötliches Haar, Sommersprossenund einen energischen Blick. Sie wartete bis Kaan den Griff lockerte und der Junge fluchend zur Seite rannte.
"Dort unten haust das Böse. Ich habe es selbst gesehen. Eine Goldmünze ist es sicher nicht wert, dort sein Leben zu riskieren. Was wollt ihr dort überhaupt?"
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." Marx

43

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 11:31

(Kaan)

"Wir sind auf der Suche nach alten Schriften, die wir verkaufen möchten", log Kaan und breitete die Arme aus. "Wir beliefern sämtliche Würdenträger im gesamten Land und dafür ist uns keine Gefahr zu groß. Es gibt nämlich das Gerücht, dass dort unten Schriften von unermesslichem Wert verborgen sind. Doch leider haben wir noch nirgendwo einen Eingang entdeckt, der auch für Erwachsene geeignet ist."
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44

Freitag, 22. Dezember 2017, 12:48

(Samedi)

"Na, dann sind sie viel mehr Wert als eine Münze.", das Mädchen hob die Augenbrauen, als ihre Schwester plötzlich aufschrie. "Sperlinge!"
Die Kinder rannten los zu ihren Hütten als die 4 Männer auf dem Hügel erschienen und zu ihnen hinabkamen. Auch das Mädchen wollte rennen, doch Samedi hielt sie fest.
"Was ist? Warum lauft ihr weg?"
"Sperlinge! Sie plündern und stehlen auch Menschen! Handlanger von Quanto Dam. Sie haben hier das Sagen. Besser ihr versteckt euch auch. Aber nicht bei uns!"
Sie rief den Hund beim Namen, der nicht reagierte und fluchte bevor sie losrannte.
Samedi verzog das Gesicht und knackte mit seinem Nacken. "Was sagt man dazu. Die haben die Kurzen ja ziemlich eingeschüchtert."
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45

Freitag, 22. Dezember 2017, 17:38

(Kaan)

"Vielleicht haben wir auch gerade unsere Arbeiter entdeckt, die uns den Weg in die Ruinen freiräumen können", meinte Kaan gelassen und griff den Smaragd in seiner Tasche fester. Dank seiner Fähigkeiten machten ihm die Neuankömmlinge keine Angst. Erst recht nicht, da niemand die Fähigkeiten der beiden Magier erwarten würde.
"Was sagst du: Ein Untoter und ein Gedankengesteuerter dürften sich doch gut als Begleiter machen, oder?"
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46

Samstag, 23. Dezember 2017, 21:54

(Samedi)

"Mag sein. In jedem Fall brauchen wir diese Kinder. Also spielen wir die Helden."
Die Sperlinge gingen sofort auf die Hütten zu und nahmen von den Neugesichtern erstmal wenig Notiz. Samedi nickte zur anderen Hütte, damit sie sich aufteilten. Sie würden die Hütten erst nach den Sperlingen erreichen, doch das würde dem Einsatz als Retter nur dienlich sein.
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47

Dienstag, 26. Dezember 2017, 18:07

(Kaan)

Nachdem sie sich aufgeteilt hatten, beeilte Kaan sich nicht wirklich. Er wusste, was es bedeutete, einen guten Auftritt hinzulegen - und die Sperlinge direkt vor der Haustür abzupassen war sicherlich keiner.
So ließ er es langsam angehen und näherte sich dem Haus erst, als die beiden Männer unter lautem Poltern dort eingedrungen waren und die entsetzten Schreie der Bewohner zu vernehmen waren. Langsam der Haustür genähert, hatte er den Vorteil ganz auf seiner Seite: Keiner der Männer hatte ihn entdeckt und so würde es ein leichtes sein, sie mit seiner Magie zu erfassen.
Den Smaragd gefasst, konzentrierte sich Kaan auf den Grobschlächtigeren der beiden und begann, dessen Bewusstseinsfäden gekonnt zu lösen und neu zu verknüpfen. Aus dem knurrenden Mann wurde kurz ein sabbernder Idiot, bevor er sich mit wütendem Blick seinem Begleiter zuwandte und dessen Kopf mit zwei Schlägen vom Rumpf trennte.
Danach blieb er anteilnahmslos mitten im Raum stehen, während Kaan eintrat und die Arme ausbreitete. "Ich war euch gerne eine Hilfe", meinte er knapp und gab dann dem Sperling eine Backpfeife, die dieser noch nicht einmal zu bemerken schien. "Wie es scheint, habe ich euer Hab und Gut vor der Plünderung gerettet. Dafür hätte ich wiederum gerne einen Gefallen von euch."
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48

Samstag, 30. Dezember 2017, 12:15

(Samedi)

Samedi betrachtete wie Kaan das Geschehen im Inneren, doch war sein naturell weniger strategisch. Der Tod war etwas so faszinierendes für ihn, dass es ihn gebannt hielt, als die Sperlinge ihn vollführten. Es war nur eine unglückliche Verkettung von Umständen. Sie hatten dem Jungen ein Messer an den Hals gehalten, damit seine Eltern die Abgaben zahlten, doch er hatte gezuckt. Blut floss. Die Mutter begann zu schreien. Und dann nahm es seinen Lauf. Das Mädchen mit dem wilden Blick bekamen sie zu fassen. Es wehrte sich heftig und Samedis Blick weitete sich, als sie sie auf ein Bett zerrten und versuchten sie auszuziehen.
Ein gebrochenes Kind würde ihnen dort unten keine Hilfe sein. Leise öffnete er die Tür und ließ den Hund hinein, dessen Mund vor Geifer glänzte als er das Leben roch und sich auf es stürzte. Den ersten sprang er an und riss seine Kehle raus, bevor der zweite ihn mit seiner Axt erschlug. Doch das Mädchen nutzte ihre Chance, umklammerte den Mann von hinten und stach ihm die Fingernägel in die Augen.
Er versuchte sie zu erwischen, doch sie wich aus und rannte davon. Samedi öffnete die Tür und sie stürmte raus. Als der Mann ihr folgte, sprang er hervor und trieb ihm den Dolch in die Kehle.
Das Mädchen schrie auf und rannte an ihm vorbei ins Haus, fiel vor ihrem Bruder auf die Knie und weinte schmerzhaft auf.
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49

Montag, 1. Januar 2018, 17:24

(Kaan)

Mit dem grobschlächtigen Sperling im Schlepptau, kehrte Kaan wieder an den ausgemachten Treffpunkt zurück. Sein Eingreifen war ein voller Erfolg gewesen und hatte ihm neben einem entbehrlichen Diener auch noch den Hinweis auf eine alte Karte gegeben, die sich leicht in seinen Besitz bringen lassen sollte.
Wenn alle Dinge doch immer nur so reibungslos verlaufen würden, dachte er sich, während er die freie Zeit damit verbrachte, weiter in den Gedanken des Sperlings Chaos zu stiften. Dank dessen schwachem Verstand konnte er beinahe alles bewerkstelligen, nach dem es ihm gelüstete.
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50

Dienstag, 2. Januar 2018, 20:03

(Samedi)

Der Tod hatte bereits seine Hände nach dem Jungen ausgestreckt und Samedi lächelte dünn, als er ihn übernahm. Er hätte den Tod noch fernhalten können, doch tot nutze ihm der Junge mehr. "Räche mich", flüsterte der Junge daraufhin dem Mädchen zu. "Hilf den Männern und räche meinen Tod" Sie sah ihren Bruder verdutzt an, nickte dann aber schnell und gab ihm weinend Küsse auf die Stirn. Ihr Bruder hatte nun große Lust ihr ein großes Stück Fleisch aus dem Hals zu beißen, doch Samedi kontrollierte den Willen des Untoten gekonnt, bis er seine Magie wieder aus ihm zog und ihn verenden ließ.
Sie weinte noch eine Zeit lang, bis er hereintrat und seine kühle Hand auf ihre Schulter legte. Sie zuckte zusammen und sah auf. Dann wurde ihr Gesicht ernst und entschlossen. "Ich helfe euch und ihr werdet mir helfen, seinen Tod zu rächen, klar?"
Samedi nickte langsam. Braves Mädchen.
Dann gingen sie zum vereinbarten Treffpunkt.
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51

Mittwoch, 3. Januar 2018, 17:12

(Kaan)

Zufrieden erkannte er, dass Samedi den passenden Begleiter im Schlepptau hatte: ein kleines Mädchen, welches sich hervorragend dazu eignen würde, in den Schacht zu kriechen.
"Gute Neuigkeiten, Samedi", begrüßte er seinen Partner und ließ dabei seinen dümmlichen Begleiter unerwähnt. "Ich habe erfahren, wie wir uns eine Karte für die Ruinen besorgen können. Nicht weit von hier wohnt ein alter Einsiedler, der auf den Namen Joseph hört. Er hat allerlei alten Kram aus den Ruinen gesammelt und darunter scheint sich auch eine alte Karte der Stadt zu befinden. Scheinbar ist er mittlerweile der Meinung, dass ihm diese Sammlung nur Unglück bringt und er verkauft sie freiwillig an denjenigen, der ihn davon erlöst. Die Bewohner hier haben jedoch kein Interesse an seinen Stücken - alte Erinnerungen helfen ihnen schließlich nicht dabei, ihre Mägen zu füllen."
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52

Mittwoch, 3. Januar 2018, 17:36

(Samedi)

"Hervorragend, genau das was wir brauchen. Das hier ist Gwenyfer. Ihr kennt euch ja bereits. Sie war schon einmal unten wie sie sagte, nun bietet sie ihre Dienste sogar kostenfrei an."
Gwenyher sah zu dem anderen Mann und kniff die Augen zusammen. "Nicht ganz. Ihr werdet mir helfen, die Sperlinge.."
"Jaja, die Sperlinge. Um die kümmern wir uns dann", warf Samedi ein. "Wir haben vollstes Verständnis für die Rache einer jungen Dame." Ihre blauen Augen sahen eindringlich vom einen zum anderen. Sie zeigte keine Angst, nur wilde Entschlossenheit.

Gwenyfer

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53

Mittwoch, 3. Januar 2018, 17:57

(Kaan)

"Um die Sperlinge kümmern wir uns, wenn du deine Dienste abgeleistet hast", entgegnete Kaan. "Wir haben schon genug Leute erlebt, die sich plötzlich aus dem Staub machen, wenn ihre Forderungen erfüllt wurden und wir haben keine Lust, so etwas noch einmal zu erleben. Vor allem nicht in einer Gegend, in der du dich deutlich besser auskennst als wir. Wo wir gerade dabei sind", Kaan tippte sich nachdenklich ans Kinn, "könntest du uns vielleicht auch gleich zu diesem Einsiedler führen. Wir erlösen ihn nur zu gern von seinem Unglück."
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54

Donnerstag, 4. Januar 2018, 17:19

(Gwenyfer)

"Na schön." Das Mädchen nickte. Dann führte sie sie zurück an die Stadtgrenze, wo sie noch einige hundert Schritte weiterliefen, bis sie auf eine spärlich zusammengezimmerte Hütte trafen. "Der alte Wan lebt hier." Sie ging an die Tür und klopfte an. Langsame Schritte näherten sich und die Tür ging einen Spalt auf. "Ah, du bist es Kind."
Samedi drückte die Tür auf und stellte sich soweit hinein, dass sie nicht mehr zuging. "Und sie hat Besuch dabei. Wir interessieren uns für einen eurer Schätze, Sammler. Eine Karte der Katakomben."
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55

Freitag, 5. Januar 2018, 18:17

(Kaan)

Wans Gesicht wurde aufgrund Samedis ungefragtem Eindringen erst unfreundlich, doch als er vom Anliegen des jungen Mannes hörte, hellte es sich sofort wieder auf.
"Ihr wollt mir tatsächlich meine Sammlung aus den alten Ruinen abkaufen?", fragte er ungläubig und rieb sich die Hände. Bevor Kaan oder Samedi etwas erwidern konnten, huschte er schon davon, verschwand hinter einem Vorhang und begann lautstark damit, in seinem Fundus zu kramen.
"Wollen wir ihn bezahlen oder sollen wir ihn insgesamt von all seinen Problemen erlösen?" Kaan sah Samedi nur vielsagend an und wartete dann auf die Rückkehr des Mannes.
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56

Freitag, 5. Januar 2018, 19:19

(Gwenyfer)

"Ihr werdet ihn bezahlen.", stellte sie klar und sah eindringlich zu den beiden.
"Wir haben aber nichts, was wir ihm geben könnten. Außer dir vielleicht. Er könnte ein paar mal über dich drüberrutschen, was meinst du?"
Sie kniff Augen und Mund zusammen.
"Wir verstehen uns also, Mädchen."
Als er wiederkam, umfasste Samedi schon seinen Dolch.
"Also, was könnt ihr mir für das ganze Zeug geben"
"Nichts", stellte Samedi mit einem finsteren Grinsen fest.
"..außer dem was die Sperlinge horten.", warf das Mädchen ein, "wir werden ihr Versteck plündern und dir einen großzügigen Anteil zurücklassen."
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57

Freitag, 5. Januar 2018, 20:11

(Kaan)

"Wir können ihm auch gleich noch ein neues Haus bauen und seine Kleider waschen, nicht?", fügte Kaan sarkastisch hinzu, verzog jedoch angewidert die Miene, als er sah, dass das Mädchen begeistert nickte. "Sag mal, glaubst du wirklich alles, was andere dir sagen?", fragte er schließlich genervt und tippte mit dem Fuß auf den Boden. "Wir werden hier doch nicht die guten Samariter spielen und euch diese Sperlinge vom Hals halten. Wir haben genug andere Dinge zu tun."
Die Antwort schien Gwenyfer jedoch nicht zu gefallen. Ihre Wangen färbten sich puterrot, während sie die Arme vor der Brust verschränkte. "Entweder, ihr plündert das Versteck der Sperlinge und bezahlt damit den alten Wan, oder aber ich werde euch nicht helfen."
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58

Freitag, 5. Januar 2018, 21:01

(Samedi)

"Sie versteht es zu handeln", lachte Samedi. "Alles werden wir nicht mitnehmen können. Nimm dir was übrig bleibt, alter Mann. Und jetzt her mit dem Zeug" Der Mann sah unzufrieden aus, scheinbar passte ihm die Art nicht, wie er angesprochen wurde. Aber Gwen sah ihn so eindringlich mit ihren stechenden Augen an, dass er nickte. "Na schön, hier."
Samedi nahm die Karte an sich und fuhr mit dem Finger über die Linien. "Mit Blut geschrieben. Aber ich werde nicht schlau draus"
Gwenyfer zog ihm die Karte aus der Hand. "Ich schon. Gib mir einen Dolch, ein Seil, einen Feuerstein und ein Netz"
Samedi nickte grinsend und gab ihr Dolch und Feuestein. Den Rest nahm sie sich vom alten Wan.
"Wir nehmen diesen Eingang hier. Ihr könnt recht weit hinabkommen, doch den letzten Rest muss ich allein gehen. Ihr seid zu groß dafür. Wartet auf mich und nehmt Fackeln mit. Was ich von dort unten mitbringen könnte mag kein Licht."
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Sonntag, 7. Januar 2018, 11:53

(Kaan)

Sie gingen gemeinsam bis zum Eingang in die Unterwelt, der durch Schutt und sich ausbreitende Pflanzen so gut versteckt war, dass man ihn ohne die Karte wohl nicht gefunden hätte. Aus der einst großen Stand war nunmehr eine Einöde aus Schutt und Geröll geworden, die langsam aber sicher von der Natur vereinnahmt wurde.
Nachdem sie sich den Weg hinein gebahnt hatten, umgab die Gruppe eine beinahe undurchdringliche Finsternis, die Gwenyfer zögern ließ. Ihre Schritte wurden immer langsamer und kürzer und Kaan konnte die Angst des Mädchens spüren. Dennoch schob er sie immer weiter den Gang hinab. Es gab schließlich wichtigere Dinge, als sich um die Gefühle irgendeiner Göre zu kümmern, die sie sowieso nur dabei hatten, da ihre Größe von Vorteil sein würde.
"Bevor wir dich übrigens von der Leine lassen, sollte ich dir vielleicht erklären, was genau wir suchen", durchbrach Kaan alsbald die Stille und konnte den Widerhall seiner Stimme vernehmen. "Der Grund, warum wir in dieser Stadt sind, ist ein Buch, ein sehr spezielles Buch. Den Erzählungen nach ist es in schwarzem Leder eingebunden, verschlossen mit einem silbernen Totenschädel. Solange du dieses Buch nicht gefunden hast, brauchst du gar nicht zurückzukommen, verstanden?"
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60

Sonntag, 7. Januar 2018, 21:26

(Gwenyfer)

"Ja klar, schon verstanden", gab sie mürrisch zurück und schlüpfte durch den kleinen Spalt. Ihr Statur war viel schlanker und leichter als die der Männer, die nie hier rein gekommen wären. "Was steht drin?"
"Auf jedenfall nichts, was du lesen solltest", knurrte Samedi. "Wir geben dir drei Tage. Wenn du dann nicht zurück bist, werden wir den alten Wan an seinen Gedärmen erhängen. Nur damit du nicht auf die Idee kommst zu trödeln."
"Weils ja auch so furchtbar schön hier unten ist", gab sie gereizt zurück und Samedi setzte die Ratte ab, die er zuvor gefunden und untot wiederauferstanden hatte lassen. Er hatte ihr weiße Streifen mit einem Pulver verpasst. "Folge der Ratte. Sie wird es spüren, wenn ihr euch nähert."

Gwenyfer entfernte sich von den beiden und stieg hinab ins stickige Dunkel, wo sie ihre Fackel entflammte. Sofort huschten Ratten davon und eine handtellergroße Spinne zog sich an ihrem Faden hinauf. Gwenyfer verzog das Gesicht und ging weiter. Die gestreifte Ratte huschte an ihr vorbei und Gwenyfer erschrak. Was für ein abartiges Haustier. Und warum wusste es wo das Buch war? Sie schüttelte den Kopf. Die beiden schienen zu wissen was sie taten und sie würde es mitmachen. Was hatte sie auch für eine Wahl?
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